UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer

Im Juni 2009 ist das Wattenmeer in die UNESCO-Liste des Welterbes der Menschheit aufgenommen worden.

Die meisten Urlauber, die es an die Nordseeküste nach Butjadingen zieht, schauen nach der Ankunft erst einmal über den Deich. Ob das Meer denn wohl da ist? Oder ist es jetzt gerade am anderen Ende der Welt? Am anderen Ende der Welt … mh …  – wo sind denn diese Wassermassen eigentlich genau, wenn der Wattboden vor Butjadingens Küste trocken ist? Antworten darauf findet man zum Beispiel im Nationalparkhaus in Fedderwardersiel.
In einem ewigen Auf und Ab – von den Anziehungskräften der Erde und des Mondes geleitet – kommt und geht das Meer, so dass zwei Mal am Tag der Wattboden überflutet wird.

Dann ist es Zeit, das Meer zum Baden zu nutzen. Durch das langsame Ansteigen des Wassers während der Flut wirkt der im Sommer warme Wattboden wie eine Heizung. Ein Bad in der Nordsee ist herrlich erfrischend.

Sehr viel Vergnügen bereitet aber auch eine Wattwanderung bei Ebbe. Immer wieder kann man beobachten, wie die Gäste beim ersten Mal ganz vorsichtig erst mal einen Zeh in den feuchten grauen Schlick stecken, um dann zu spüren, dass sich der Boden gar nicht übel anfühlt und schließlich mutig dem Wattführer folgen. Nach wenigen Metern hat man sich dann endgültig an die weiche Masse gewöhnt und so manch einer, der zunächst zaghaft war, ist heute ein Fan des wohl natürlichsten Fußschmeichlers der Welt.

Dies sind die Kontaktdaten unserer Wattführer:

Matthias Schulz, Tel.: 04736/102010
E-Mail: info@wattwanderung.de
Internet: www.wattwanderung.de

Peter de Buhr, Tel.: 0172/9059113
E-Mail: peterdebuhr@aol.com
Internet: www.peter-de-buhr.de

Wilfried Münz, Tel.: 04736/102648
E-Mail: wilmuenz@t-online.de

Das Watt ist voller Leben und wenn man ganz still ist, dann hört man es auch: „Es kichert und quaddelt und quakt immerzu“, singt auch Frederik Vahle in einem lustigen Kinderlied. Herzmuscheln, Miesmuscheln, Schwertmuscheln, Krabben, Garnelen und Würmer buddeln sich durch den Schlick und sorgen für die leisen Geräusche ebenso wie die zahlreichen Vögel, die auf dem Wattboden nach Nahrung suchen.

Der Strandläufer, auch Knutt genannt, ist ein kleiner, auffallend dicker Vogel, der im Watt unermüdlich nach Nahrung sucht.

Die Strandkrabbe ist eine sehr verbreitete Krebsart in der Nordsee und – weil sie ein Allesfresser ist – von großer Bedeutung für das biologische Gleichgewicht im Lebensraum Wattenmeer.

Wer das Wattenmeer vom Schiff aus kennen lernen möchte, kann interessante Ausflüge mit „Wega II“ unternehmen. Für Kinder gibt es die beliebte Piratenfahrt oder auch die Fahrt mit Nezfischfang. Längere Ausflüge führen zu den Seehundbänken und den Leuchtürmen. Auch der Hafen der Seestadt Bremerhaven wird angelaufen.

Beeindruckend ist der Besuch des sogenannten Kormaranturmes: Dieses Leuchtfeuer, das für die Schifffahrt nicht mehr notwendig ist, dient seit Jahrzehnten als Nistplatz für Kormorane.

http://www.wega2-info.de/

Wer lieber an Land bleiben möchte, kann zuschauen, wie die Krabbenkutter von ihren Fahrten zurück in den Hafen Fedderwardersiel einlaufen. Haben die Kutter erst einmal festgemacht, geht ein munteres Treiben los. Der Beifang wird oftmals an die Restaurants in der Umgebung verkauft – frischer geht’s nicht! Aber auch Einheimische und Gäste können Granat (das sind die Garnelen) oder Fisch direkt vom Kutter oder auch im Ladenlokal der Fischereigenossenschaft kaufen.

Granat wird auf dem Kutter bereits gekocht, in Kisten verpackt und direkt zur Genossenschaft gebracht.